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POS & Payment

Payment-Provider Schweiz 2026: Payrexx, wallee, Datatrans, Saferpay & Stripe im Vergleich

Der Zahlungsanbieter entscheidet mit, wie viele Bestellungen im Onlineshop tatsächlich bezahlt werden – und wie viel Marge bei jeder Zahlung übrig bleibt. Wir zeigen, wie sich die wichtigsten Payment-Provider in der Schweiz unterscheiden und welcher zu welchem KMU passt.

Autor: Ardit Fejza Oktober 2026 17 Min. Lesezeit

Kurz zusammengefasst

Ein Payment-Provider in der Schweiz verbindet den Onlineshop mit Karten, TWINT und PostFinance Pay. All-in-One-Anbieter wie Payrexx (Visa/Mastercard online ab 1.35 % + CHF 0.18) oder Worldline Saferpay (ab CHF 19.90 pro Monat) bündeln Gateway und Acquiring; wallee und Datatrans trennen beides und lohnen sich ab mittleren Volumen. Stripe verlangt keine Grundgebühr, ist mit 2.9 % + CHF 0.30 für Schweizer Karten aber teurer. Entscheidend sind Warenkorbgrösse, Zahlungsarten und Shopsystem – nicht der tiefste Prozentsatz allein.

Illustration: Payment-Provider für den Onlineshop – sicherer Checkout mit Karte und Mobile Payment

Wer einen Onlineshop, ein Buchungsportal oder Rechnungen mit Bezahllink betreibt, braucht einen Payment-Provider (Payment Service Provider, kurz PSP). Er stellt die Zahlungsseite bereit, bindet Kreditkarten, TWINT, PostFinance Pay, Apple Pay und Google Pay an und sorgt dafür, dass das Geld auf dem Geschäftskonto landet. Dieser Vergleich konzentriert sich bewusst auf Online-Zahlungen. Für Kartenterminals an der Ladentheke lesen Sie unseren Zahlterminal-Vergleich Schweiz.

Was ein Payment-Provider macht: Gateway, Acquiring, All-in-One

Bei jeder Online-Kartenzahlung arbeiten zwei Rollen zusammen. Der Payment-Provider liefert die Technik: Zahlungsseite oder eingebettetes Zahlungsformular, Plugins für das Shopsystem, Betrugsprüfung, Rückerstattungen und ein Dashboard. Der Acquirer ist das Finanzinstitut, das die Kartenzahlung annimmt, beim Kartenherausgeber einzieht und dem Händler gutschreibt.

Daraus ergeben sich zwei Modelle. Beim All-in-One-Modell kommt beides aus einer Hand: ein Vertrag, eine Abrechnung, ein Preis pro Zahlungsart. Das ist für kleine und mittlere Onlineshops am einfachsten. Beim Gateway-Modell („bring your own acquirer“) schliessen Sie den Acquiring-Vertrag separat ab und verhandeln die Kommissionen selbst. Das ist aufwendiger, rechnet sich aber ab höheren Volumen, weil sich die Konditionen individuell drücken lassen.

Payment-Provider Schweiz im Vergleich

Die folgende Übersicht zeigt die fünf Anbieter, die uns bei Schweizer KMU am häufigsten begegnen. Preise sind öffentliche Listenpreise für Online-Zahlungen mit Visa und Mastercard, Stand Oktober 2026 – bitte vor dem Abschluss beim Anbieter prüfen.

AnbieterModellGrundgebührKarten online (Liste)TWINT / PostFinance Pay
PayrexxAll-in-One, kein separater AkzeptanzvertragFree-Plan ohne Grundgebühr; Standard/Premium im Abo2.50 % + CHF 0.30 (Free), 1.65 % + CHF 0.18 (Standard), 1.35 % + CHF 0.18 (Premium)TWINT ab 1.25 % + CHF 0.18; PostFinance Pay ab 1.50 % + CHF 0.20
walleePlattform; eigenes Acquiring oder Anbindung bestehender AcquirerBasic CHF 19.95/Mt. + CHF 0.20 pro Transaktion; Business CHF 69.90/Mt. + CHF 0.12Plattformgebühr plus Acquiring, z. B. CHF 0.20 + 1.55 % für Visa/MastercardBeides verfügbar; PostFinance Card CHF 0.20 + 1.3 %
Datatrans (Planet)Gateway; Acquiring über Planet oder eigenen AcquirerPaketpreise mit Monats- und TransaktionsgebührKommission je nach Acquiring-Vertrag (separat)Beides verfügbar
Worldline SaferpayPSP und Acquiring aus einer HandCHF 19.90/Mt., ab CHF 0.17 pro Transaktion, keine AufschaltgebührKartenkommission gemäss Worldline-PreislisteBeides verfügbar
StripeAll-in-One, stark API-orientiertKeine Einrichtungs- oder Monatsgebühr2.9 % + CHF 0.30 (Schweizer Karten), 3.25 % + CHF 0.30 (ausländische Karten)TWINT 1.9 % + CHF 0.30; PostFinance Pay nicht im Standardangebot gelistet
AnbieterShop-Plugins (Auswahl)Kasse / Unified CommerceStärke
PayrexxWooCommerce, Shopify, Shopware 6, PrestaShopJa, eigene Terminals und Tap to PaySchneller Start, transparente Pauschalpreise
walleeWooCommerce, Shopify, Shopware, Magento, plentymarkets, OXIDJa, Terminals auf derselben PlattformViele Zahlungsarten und Acquirer, Online und Laden vereint
Datatrans (Planet)Gängige Shopsysteme und APIÜber Planet-Gruppe möglichGrosse Volumen, Enterprise-Anforderungen
Worldline SaferpayPlugins für über 130 Shopsysteme, u. a. WooCommerce, Shopware, MagentoJa, Worldline-TerminalsEtablierter Schweizer Standard, Bezahllinks inklusive
StripeWooCommerce, Shopware, Magento u. v. m., sehr gute APIJa, Stripe TerminalAbos, Plattformen, internationale Kundschaft

Daneben gibt es weitere Optionen, etwa die Checkout-Lösungen von PostFinance (für kleinere KMU als Paket mit Fixgebühr, für grössere als Flex-Variante mit selbst verhandelten Akzeptanzverträgen) oder die Bezahlfunktionen, die Shopsysteme selbst mitbringen. Welches Shopsystem zu Ihnen passt, zeigt unser E-Commerce-Plattform-Vergleich.

Was ein Zahlungsanbieter für den Onlineshop wirklich kostet

Die Gebühren eines Payment-Providers bestehen fast immer aus drei Teilen: einer allfälligen Monatsgebühr, einer Fixgebühr pro Transaktion und einer prozentualen Kommission. Dazu kommen je nach Anbieter Aufschläge für ausländische Karten und Firmenkarten, Währungsumrechnung sowie Gebühren für Rückbuchungen (Chargebacks).

Wie stark die Fixgebühr wirkt, zeigt ein einfaches Rechenbeispiel mit zwei öffentlichen Listenpreisen für Visa und Mastercard (ohne Monatsgebühren):

Warenkorb1.65 % + CHF 0.182.9 % + CHF 0.30
CHF 20CHF 0.51 (2.6 %)CHF 0.88 (4.4 %)
CHF 80CHF 1.50 (1.9 %)CHF 2.62 (3.3 %)
CHF 250CHF 4.31 (1.7 %)CHF 7.55 (3.0 %)

Bei kleinen Warenkörben macht die Fixgebühr einen grossen Teil der Kosten aus – Shops mit vielen Bestellungen unter CHF 30 sollten genau darauf achten. Bei hohen Warenkörben zählt dagegen vor allem der Prozentsatz.

Zwei Preismodelle sollten Sie kennen: Blended Pricing heisst ein Einheitssatz pro Zahlungsart, egal ob Debit-, Kredit- oder Firmenkarte – einfach kalkulierbar, aber nicht immer am günstigsten. Interchange++ (IC++) gibt die tatsächlichen Interchange- und Scheme-Gebühren weiter und schlägt eine Marge des Acquirers auf. Das ist transparenter und bei hohem Anteil an Debitkarten oft günstiger, wird aber meist erst ab grösseren Volumen angeboten. Abo-Modelle mit Grundgebühr lohnen sich erst ab einem gewissen Monatsumsatz; darunter fahren kleine Shops mit einem Tarif ohne Fixkosten häufig besser.

TWINT online, PostFinance Pay & Co.: Was Schweizer Kunden erwarten

Ein Onlineshop für die Schweiz ohne TWINT verschenkt Umsatz. TWINT ist die meistgenutzte Schweizer Bezahl-App; online bestätigt die Kundschaft die Zahlung in der App, am Desktop meist per QR-Code. Die Gebühr ist mit rund 1.25 bis 1.9 Prozent plus Fixbetrag in der Regel tiefer als bei Kreditkarten. Mehr zu den Schweizer Standards finden Sie in unserem Beitrag zu TWINT, QR-Rechnung und eBill.

  • Pflicht: Visa, Mastercard und TWINT – das deckt den Grossteil der Schweizer Online-Zahlungen ab.
  • Sinnvoll: Apple Pay und Google Pay, weil sie auf dem Smartphone den Checkout stark verkürzen.
  • Je nach Zielgruppe: PostFinance Pay, Rechnung bzw. Kauf auf Rechnung (z. B. über einen Rechnungsdienstleister) und American Express.
  • Für B2B: Rechnung mit QR-Code, die sich direkt im E-Banking bezahlen lässt – siehe unseren Ratgeber zur QR-Rechnung und eBill.
  • Für Kundschaft im Ausland: Zahlungsarten in Fremdwährung und die Kosten der Währungsumrechnung prüfen.

Für Geschäftskunden ist die QR-Rechnung mit eBill oft der bessere Weg als die Kreditkarte. Und wer schnelle Kontogutschriften ohne Kartengebühren will, sollte die Entwicklung der Instant Payments in der Schweiz im Auge behalten.

Sicherheit & Compliance: PCI DSS, 3-D Secure und revDSG

PCI DSS: Wer Kartenzahlungen annimmt, muss den Sicherheitsstandard der Kartenorganisationen einhalten. Der Aufwand hängt von der Integration ab. Leiten Sie auf die Zahlungsseite des Providers weiter oder betten dessen Zahlungsformular ein, berühren Kartendaten Ihre Server nie – dann genügt meist der kurze Selbstbewertungsfragebogen SAQ A. Trotzdem bleibt die Pflicht, die eigene Website gegen manipulierte Skripte abzusichern. Details in unserem Beitrag zu PCI DSS 4.0.1 für KMU.

3-D Secure: Für Karten aus der EU verlangt die europäische Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) eine starke Kundenauthentifizierung. In der Praxis heisst das 3-D Secure 2 mit Freigabe in der Banking-App. Alle Anbieter im Vergleich unterstützen das; wichtig ist, dass es im Checkout sauber konfiguriert ist, sonst brechen Zahlungen ab.

Datenschutz: Ein Payment-Provider bearbeitet Personendaten Ihrer Kundschaft. Nach dem Schweizer Datenschutzgesetz (revDSG) gehört er in die Datenschutzerklärung, und Sie sollten wissen, wo die Daten bearbeitet werden. Bei Anbietern mit Sitz oder Rechenzentren ausserhalb der Schweiz und der EU, etwa in den USA, ist die Grundlage für die Datenübermittlung zu prüfen. Hilfreich ist unsere revDSG-Checkliste für KMU.

Welcher Payment-Provider passt zu welchem KMU?

1

Kleiner Onlineshop oder Bezahllinks

Wenige hundert Bestellungen pro Monat, kein Entwickler im Team, Standard-Shopsystem wie WooCommerce oder Shopify. Hier zählen schneller Start, ein Vertrag und Pauschalpreise ohne hohe Fixkosten.

Naheliegend: Payrexx oder Worldline Saferpay (All-in-One).
2

Wachsender Shop mit Laden

Online und vor Ort verkaufen, Umsätze zentral auswerten, mehrere Zahlungsarten und eventuell bestehende Acquiring-Verträge weiterverwenden. Unified Commerce spart Abstimmungsaufwand in der Buchhaltung.

Naheliegend: wallee, Payrexx oder Worldline mit Terminals aus derselben Plattform.
3

Hohe Volumen und eigene Konditionen

Ab hohen Monatsumsätzen lohnt es sich, Acquiring separat zu verhandeln, Interchange++ zu prüfen und mehrere Acquirer anzubinden. Dafür braucht es mehr Integrations- und Verhandlungsaufwand.

Naheliegend: Datatrans oder wallee im Gateway-Modell.
4

Software, Abos und internationale Kundschaft

Wiederkehrende Zahlungen, Marktplätze oder Apps mit eigener Bezahllogik profitieren von einer sehr guten API und Dokumentation. Die höheren Kartengebühren nimmt man für Geschwindigkeit in der Entwicklung in Kauf.

Naheliegend: Stripe – Gebühren mit Schweizer Alternativen vergleichen.

Verkaufen Sie zusätzlich im Laden oder an Events, lohnt der Blick auf den Kassensystem- und Zahlterminal-Leitfaden: Ein Anbieter für beide Kanäle vereinfacht Abrechnung und Reporting.

In 5 Schritten zum passenden Zahlungsanbieter

1

Zahlen erheben

Monatsumsatz online, Anzahl Transaktionen, durchschnittlicher Warenkorb, Anteil TWINT und Karten, Anteil ausländischer Kundschaft. Ohne diese Zahlen ist jeder Preisvergleich Raten.

Ergebnis: Basis für eine echte Kostenrechnung.
2

Zahlungsarten festlegen

Welche Zahlungsarten erwartet Ihre Kundschaft? Für die Schweiz mindestens Karten und TWINT, je nach Zielgruppe PostFinance Pay, Rechnung oder Apple Pay.

Ergebnis: Muss- und Kann-Liste der Zahlungsarten.
3

Technik prüfen

Gibt es ein gepflegtes Plugin für Ihr Shopsystem? Werden Bezahllinks, Abos oder eine Kassenanbindung gebraucht? Wie sieht der Export in die Buchhaltung aus, etwa nach Bexio oder Abacus?

Ergebnis: Shortlist von zwei bis drei Anbietern.
4

Gesamtkosten rechnen

Mit Ihren eigenen Zahlen alle Kosten pro Monat rechnen: Grundgebühr, Fixgebühr, Kommission, Aufschläge für ausländische Karten, Chargebacks und Mindestgebühren. Ab grösserem Volumen Offerten einholen und verhandeln.

Ergebnis: Vergleich der effektiven Kosten pro Zahlung.
5

Testen und live gehen

Im Testmodus alle Zahlungsarten auf Desktop und Smartphone durchspielen, inklusive 3-D Secure, Abbruch und Rückerstattung. Nach dem Go-live Abbruchquoten im Checkout beobachten.

Ergebnis: stabiler Checkout ohne Überraschungen.

Die Buchhaltungsanbindung wird oft unterschätzt: Ein sauberer Export der Auszahlungen inklusive Gebühren spart jeden Monat Abstimmungsarbeit. Welche Software dafür passt, zeigt unser Vergleich Bexio vs. Abacus.

Typische Stolpersteine bei der Wahl des Payment-Providers

  • Nur auf den Prozentsatz schauen: Fixgebühr, Monatsgebühr und Aufschläge für ausländische Karten verändern das Bild – vor allem bei kleinen Warenkörben.
  • TWINT vergessen: Ein Schweizer Checkout ohne TWINT kostet Conversion, besonders auf dem Smartphone.
  • Eigenes Kartenformular bauen: Wer Kartendaten selbst entgegennimmt, erweitert den PCI-DSS-Aufwand massiv. Gehostete Zahlungsseiten oder eingebettete Felder des Providers sind die sichere Wahl.
  • Veraltete Plugins: Ein schlecht gepflegtes Shop-Plugin ist ein Sicherheitsrisiko und bricht bei Updates. Vor der Wahl prüfen, wie aktiv das Plugin gepflegt wird.
  • Vertragsdetails übersehen: Mindestlaufzeit, Mindestgebühren, Auszahlungsrhythmus, Rückbehalte (Reserven) und Kosten für Chargebacks gehören in den Vergleich.
  • Datenschutzerklärung nicht anpassen: Payment-Provider und allfällige Datenübermittlung ins Ausland müssen in der Datenschutzerklärung stehen.

Auch die Website selbst spielt mit: Ein schneller, vertrauenswürdiger Checkout auf einer sauber gebauten Seite senkt Kaufabbrüche. Was dabei wichtig ist, lesen Sie im Ratgeber Homepage erstellen in der Schweiz; zusätzlichen Schutz vor Bot-Angriffen auf den Checkout bietet etwa Cloudflare für KMU.

Fazit: Der richtige Payment-Provider ist eine Rechenaufgabe

Die Payment-Provider in der Schweiz liegen technisch nahe beieinander: Alle bieten Karten, TWINT, 3-D Secure und Plugins für die gängigen Shopsysteme. Die Unterschiede liegen im Modell (All-in-One oder Gateway mit eigenem Acquiring), in der Preisstruktur und in der Frage, ob Online- und Ladenverkauf auf einer Plattform laufen sollen.

Für die meisten KMU ist ein All-in-One-Anbieter mit TWINT der pragmatische Start. Wer wächst, rechnet mit den eigenen Zahlen nach und wechselt bei Bedarf in ein Modell mit verhandelten Konditionen. Entscheidend ist, die Gesamtkosten pro Zahlung zu kennen – nicht nur den Prozentsatz auf der Preisseite.

Zahlungsanbieter wählen und anbinden

Wir rechnen Ihre Zahlungskosten mit echten Zahlen durch, empfehlen den passenden Payment-Provider und binden ihn sauber an Onlineshop, Website oder individuelle Software an – inklusive TWINT und Buchhaltungs-Export.

Beratung anfragen

FAQ

Häufige Fragen zu Payment-Providern in der Schweiz

Welcher Payment-Provider ist in der Schweiz der beste?

Den einen besten Payment-Provider gibt es nicht. Für kleine Onlineshops ohne Entwickler sind All-in-One-Anbieter wie Payrexx oder Worldline Saferpay am einfachsten, weil Gateway und Acquiring aus einer Hand kommen. Wer viele Zahlungsarten, eigene Acquirer oder Kassen und Onlineshop kombinieren will, ist mit wallee gut bedient. Datatrans spielt seine Stärken bei grösseren Volumen aus, Stripe bei Software-Produkten, Abos und internationaler Kundschaft.

Was kostet ein Zahlungsanbieter für den Onlineshop?

Die Kosten setzen sich aus einer allfälligen Monatsgebühr, einer Fixgebühr pro Transaktion und einer prozentualen Kommission zusammen. Für Kreditkarten zahlen Schweizer KMU online je nach Anbieter und Volumen meist zwischen rund 1.3 und 3 Prozent plus 15 bis 30 Rappen pro Zahlung. TWINT ist mit rund 1.25 bis 1.9 Prozent oft günstiger. Bei kleinen Warenkörben fällt die Fixgebühr stark ins Gewicht.

Kann ich TWINT im Onlineshop anbieten?

Ja. Alle grossen Payment-Provider in der Schweiz – Payrexx, wallee, Datatrans, Worldline Saferpay und Stripe – bieten TWINT als Online-Zahlungsart an. Die Kundschaft bestätigt die Zahlung in der TWINT-App, auf dem Desktop meist per QR-Code. Die Gebühr liegt je nach Anbieter bei rund 1.25 bis 1.9 Prozent plus Fixbetrag. TWINT wird über den Payment-Provider aktiviert, ein separater Vertrag ist je nach Anbieter nötig oder bereits enthalten.

Brauche ich als Onlineshop eine PCI-DSS-Zertifizierung?

Jeder Händler, der Kartenzahlungen akzeptiert, muss PCI DSS einhalten – der Aufwand hängt aber stark von der Integration ab. Wer die Zahlungsseite des Payment-Providers per Weiterleitung oder eingebettetem Zahlungsformular nutzt, kommt Kartendaten nie selbst in Berührung und füllt meist nur den kurzen Selbstbewertungsfragebogen SAQ A aus. Eigene Formulare, die Kartendaten verarbeiten, erhöhen den Aufwand deutlich.

Was ist der Unterschied zwischen PSP und Acquirer?

Der Payment Service Provider (PSP) stellt die technische Bezahlschnittstelle bereit: Zahlungsseite, Plugins, Zahlungsarten, Betrugsprüfung und Verwaltung. Der Acquirer ist das Finanzinstitut, das Kartenzahlungen annimmt, das Geld einzieht und dem Händler gutschreibt. Manche Anbieter bündeln beides in einem Vertrag (All-in-One), bei anderen schliessen Händler den Acquiring-Vertrag separat ab und verhandeln die Kommissionen selbst.

Ardit Fejza – CEO & Mitgründer von GIAR Digital GmbH

Über den Autor

Ardit Fejza

CEO & Mitgründer, GIAR Digital GmbH

Ardit verantwortet bei GIAR Digital Strategie und Geschäftsentwicklung. Sein Schwerpunkt liegt auf POS- und Payment-Lösungen, E-Commerce und der Prozessdigitalisierung von Schweizer KMU – von der Kasse bis zum automatisierten Rechnungslauf.

Veröffentlicht am

GIAR Digital GmbH

Passende Leistung: POS & Payment-Lösungen

Dieser Beitrag stammt von GIAR Digital, Ihrem IT-Partner für Schweizer KMU aus dem Kanton Aargau. Was wir hier beschreiben, setzen wir auch konkret um – am direktesten passt dazu unsere Leistung POS & Payment-Lösungen.

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