Kurz vorweg: Unter CHF 2'000 Monatsumsatz ist SumUp oft am günstigsten, zwischen CHF 2'000 und 8'000 meist eine SwiPay-Flatrate, darüber Nexi. PayTec ist die Wahl für Branchen mit hohen Datenschutz-Anforderungen. TWINT gehört 2026 zur Grundausstattung – am günstigsten und bequemsten direkt im Zahlterminal statt über einen separaten Anschluss. Eine unabhängige Zahlterminal-Offerte vergleicht die Gesamtkosten über die ganze Laufzeit.
Die Anbieter im Überblick: Kosten, TWINT, Einsatz
Die Tabelle fasst zusammen, was wir in Offerten-Vergleichen für Schweizer KMU immer wieder sehen. Die genauen Konditionen hängen von Umsatz, Kartenmix und Laufzeit ab – deshalb sind es Richtwerte, keine Listenpreise. Ein Terminal über uns startet ab ca. CHF 19 pro Monat zuzüglich Transaktionsgebühren.
| Anbieter | Kosten (CHF) | TWINT | Vertrag | Einsatz |
|---|---|---|---|---|
| Nexi | Terminalmiete + Transaktionsgebühr, tief bei hohem Volumen | nativ am Terminal | 12–48 Monate | Gastronomie & Detailhandel ab ca. CHF 8'000 Monatsumsatz, Kassenanbindung, Tischverwaltung |
| SwiPay | Flatrate (fixe Monatsgebühr) statt Prozentgebühr | inklusive | 12–48 Monate | Kleine bis mittlere KMU mit CHF 2'000–8'000 Monatsumsatz, Aktivierung in 24 h |
| PayTec | höher als Nexi/SwiPay – Swiss Made | am Terminal | 12–48 Monate | Kliniken, Praxen, Banken, Premium-Retail mit hohen Datenschutz-Anforderungen |
| SumUp | ca. 1.69 % pro Transaktion, keine Grundgebühr, Gerät ab CHF 39 | nicht nativ (separater QR-Code) | keiner | Märkte, Events, Nebenerwerb – unter CHF 2'000 Monatsumsatz |
| TWINT Business (QR) | 1.3 % + CHF 0.02 pro Zahlung, keine Fixkosten | nur TWINT | keiner | Handwerker vor Ort, Coiffeure, Kleinbetriebe ohne Kasse |
Das Wichtigste bei der Wahl des Terminals
Bevor Sie Angebote vergleichen, klären Sie diese Fragen für Ihren Betrieb:
- Monatliches Transaktionsvolumen – es entscheidet, ob eine Flatrate oder eine Prozentgebühr günstiger ist.
- Branche – Gastronomie braucht Tischverwaltung und Trinkgeld, der Detailhandel Kartenvielfalt und Kassenanbindung.
- Kassensystem-Integration – sollen Zahlungen automatisch in der Kasse gebucht werden?
- TWINT – wie viele Ihrer Kundinnen und Kunden zahlen bereits mit TWINT?
- Mobil oder stationär – oder beides?
- Support – ist ein lokaler Ansprechpartner wichtig, wenn am Samstagmittag das Terminal streikt?
Die Anbieter im Detail
Nexi – das komplette Payment-Ökosystem
Nexi (früher Concardis/Nets) ist der grösste Payment-Dienstleister der Schweiz. Sie erhalten native TWINT-Integration, Anbindung an alle gängigen Kassensysteme, mobile und stationäre Terminals, einen Offline-Modus bei Internetausfall, Tischverwaltung für die Gastronomie und 24/7-Support auf Deutsch. Die Einrichtung ist etwas aufwendiger und an eine Vertragslaufzeit gebunden – dafür sinken die Gebühren mit steigendem Volumen.
Empfehlung: ab ca. CHF 8'000 Monatsumsatz
SwiPay – flexibel, fair, Schweizer Support
SwiPay wurde in der Schweiz für KMU entwickelt: so einfach wie SumUp, aber mit TWINT inklusive, einfacher Kassenanbindung, Flatrate-Modellen statt Prozentgebühren und Aktivierung innert 24 Stunden. Die Zahl der Kassensystem-Integrationen ist kleiner als bei Nexi.
Empfehlung: CHF 2'000–8'000 Monatsumsatz
PayTec – Swiss Made für hohe Ansprüche
PayTec ist die Premium-Option für Branchen, in denen Datenschutz und Schweizer Wertschöpfung an erster Stelle stehen – etwa Kliniken, Praxen, Banken oder Premium-Retail. Die Kosten liegen höher als bei Nexi oder SwiPay.
Empfehlung: wenn Datenschutz Priorität hat
SumUp – der einfache Einstieg
SumUp ist in fünf Minuten startklar, kommt ohne Monatsabo aus und die Hardware kostet ab CHF 39. Dafür fällt pro Kartentransaktion rund 1.69 % an, TWINT ist nicht nativ integriert und Support gibt es nur per E-Mail oder Chat.
Empfehlung: unter CHF 2'000 Monatsumsatz
SumUp-Alternative: Wann sich der Wechsel lohnt
SumUp hat die mobile Kartenzahlung für kleine Betriebe zugänglich gemacht – für Marktstände, Handwerker oder saisonale Betriebe ist es nach wie vor eine gute Wahl. Wächst das Geschäft, etwa zum Restaurant mit zehn Tischen, zur Boutique mit Stammkundschaft oder zum Laden mit Kassensystem, stösst SumUp an Grenzen:
- Keine echte Kassensystem-Integration, nur eine separate App.
- Höhere Kosten bei grösserem Volumen: 1.69 % pro Transaktion statt Flatrate.
- TWINT nicht nativ, nur über eine separate QR-Code-Lösung.
- Kein lokaler Support in der Schweiz – nur E-Mail und Chat.
- Keine Offline-Fähigkeit bei Internetausfall.
- Keine Tischverwaltung für die Gastronomie und keine Multi-Store-Auswertungen.
Bei kleinen Umsätzen unter CHF 2'000 pro Monat fällt die Transaktionsgebühr kaum ins Gewicht. Mit steigendem Umsatz werden Nexi und SwiPay deutlich günstiger – besonders mit Flatrate-Modellen, bei denen Sie eine fixe Monatsgebühr zahlen und unbegrenzt Transaktionen abwickeln. Wir rechnen Ihnen kostenlos durch, ab welchem Umsatz sich der Wechsel für Sie lohnt.
TWINT für KMU: So akzeptieren Sie die Schweizer Bezahl-App
TWINT ist die mit Abstand beliebteste mobile Zahlungsmethode der Schweiz. Wer täglich mehr als 15 bis 20 Transaktionen unter CHF 50 abwickelt, sollte TWINT zwingend anbieten – ein KMU ohne TWINT verliert spürbar Umsatz, vor allem bei Kleinbeträgen und jüngerer Kundschaft.
5+ Mio.
aktive Nutzer*innen
750 Mio.
Transaktionen 2025
180'000+
akzeptierende Händler
41 %
Marktanteil Mobile Payment CH
Die drei Wege, TWINT anzunehmen
TWINT-QR-Sticker (TWINT Business Direct)
Für Marktstände, Handwerker, Coiffeursalons und Kleinbetriebe ohne Kasse. Keine automatische Buchung in der Kasse, kein Bondruck.
Kosten: 1.3 % pro Transaktion + CHF 0.02, keine Fixkosten.
TWINT im Zahlterminal (für die meisten KMU empfohlen)
Für Gastronomie, Detailhandel und Praxen mit eigener Kasse. Die Terminalmiete rechnet sich ab etwa 10 Transaktionen pro Tag.
Kosten: TWINT-Gebühr ab 0.7 % (verhandelbar) plus Terminalmiete.
TWINT im Online-Shop
Für E-Commerce, Webshops und Abo-Dienste. Integration über einen Payment-Provider (Datatrans, Wallee, Payrexx) nötig.
Kosten: 1.1–1.3 % pro Transaktion, keine Fixkosten.
Worauf es bei der Kassen-Integration ankommt
- TWINT-Zahlungen sollten automatisch im Kassensystem gebucht werden – sonst entsteht täglicher Abgleich-Aufwand.
- Trinkgeld via TWINT ist in der Gastronomie wichtig – nicht jedes Terminal unterstützt das sauber.
- Der Beleg muss TWINT-Zahlungen MWST-konform ausweisen.
- Bei mehreren Filialen: zentrales Reporting über den Acquirer einrichten.
- Rückerstattungen und Stornos müssen direkt am Terminal möglich sein.
Unsere Empfehlung nach Branche
| Branche | Empfehlung | Grund |
|---|---|---|
| Restaurant & Bar | Nexi | Tischverwaltung, Trinkgeld via TWINT, Kassenanbindung |
| Café & Bäckerei | SwiPay | viele Kleinbeträge, TWINT oft schneller als Karte |
| Boutique & Detailhandel | Nexi oder SwiPay | je nach Umsatzvolumen, Kartenvielfalt wichtig |
| Markt & Events | SumUp | mobil, kein Vertrag |
| Handwerk vor Ort | TWINT-QR oder SwiPay | keine Fixkosten bzw. flexibel |
| Coiffeur & Kosmetik | TWINT-QR oder Terminal | ab ca. 10 Transaktionen pro Tag lohnt das Terminal |
| Arztpraxis & Klinik | PayTec | Datenschutz, Integration in die Praxissoftware |
| Online-Shop | Payment-Provider mit TWINT | Checkout-Conversion (Datatrans, Wallee, Payrexx) |
Branchen-spezifische Kassen- und Terminal-Setups beschreiben wir auf den Seiten Kassensystem für die Gastronomie und Kassensystem für den Detailhandel.
So holen Sie die beste Offerte ein
Viele Anbieter locken mit tiefen Einstiegspreisen und verstecken Gebühren im Kleingedruckten – für Aktivierung, Jahresgebühren, Supportpakete oder Terminalmiete. Vergleichen Sie deshalb immer die Gesamtkosten über die volle Laufzeit, inklusive TWINT-Konditionen und Auszahlungsfristen. Über einen Acquirer sind die TWINT-Konditionen fast immer besser verhandelbar als mit einem direkten TWINT-Business-Vertrag.
Kostenlose Zahlterminal-Offerte
Als zertifizierter Partner von Nexi, SwiPay und PayTec holen wir drei Offerten mit TWINT-Integration ein und rechnen die Gesamtkosten für Ihr Umsatzvolumen durch – kostenlos und unverbindlich.
Zahlterminal-Offerte anfordernFazit
Es gibt kein «bestes» Zahlterminal, nur das beste für Ihre Situation. SumUp ist ein guter Einstieg, aber selten der langfristige Partner eines wachsenden Betriebs. Wer Wert auf Kassenanbindung, TWINT, lokalen Support und faire Konditionen legt, fährt mit Nexi oder SwiPay besser – und TWINT gehört 2026 direkt ins Terminal. Lassen Sie sich beraten, bevor Sie einen Vertrag über mehrere Jahre unterschreiben.