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IT-Infrastruktur

TeamViewer-Alternative 2026: Fernwartung für KMU sicher & bezahlbar

Steigende Lizenzkosten, Abo-Modelle und Sicherheitsvorfälle bei Herstellern: Viele Schweizer KMU prüfen 2026 ihre Fernwartung. Wir vergleichen AnyDesk, RustDesk, Splashtop, Intune Remote Help und RMM-Tools – und zeigen, worauf es bei Sicherheit und revDSG wirklich ankommt.

Autor: Gian Marco Ma Oktober 2026 17 Min. Lesezeit

Kurz zusammengefasst

Die beste TeamViewer-Alternative hängt vom Umfeld ab: Für Microsoft-365-KMU mit Intune ist Remote Help naheliegend (seit Sommer 2026 in Microsoft 365 E3/E5 enthalten, sonst als Add-on), wer Daten selbst hosten will, setzt auf RustDesk Server Pro ab rund 12 USD pro Monat, für gemischte Umgebungen eignen sich AnyDesk oder Splashtop. Wichtiger als das Produkt ist die Härtung: MFA, Rollen, Protokollierung und kein dauerhaft offener unbeaufsichtigter Zugriff – denn Fernwartungstools sind ein beliebtes Einfallstor für Ransomware und Support-Betrug.

Illustration: Sichere Fernwartung als TeamViewer-Alternative – verschlüsselte Verbindung mit Zwei-Faktor-Bestätigung

Warum KMU eine TeamViewer-Alternative suchen

Fernwartung gehört in jedem KMU zum Alltag: Die IT hilft beim Drucker, der Softwarepartner spielt ein Update ein, der Maschinenlieferant schaut sich die Steuerung an. Lange war TeamViewer dafür der Standard. Wer 2026 nach einer TeamViewer-Alternative sucht, hat meist einen von drei Gründen.

Kosten und Lizenzmodell. TeamViewer und AnyDesk werden als Abonnement lizenziert, die Preise hängen an Nutzern, gleichzeitigen Sitzungen (Kanälen) und verwalteten Geräten. Die Gratisversion von TeamViewer ist nur für private Zwecke erlaubt; erkennt der Hersteller eine kommerzielle Nutzung, werden Sitzungen eingeschränkt. Für ein kleines Team mit zwei, drei Technikern summiert sich die TeamViewer-Lizenz schnell auf mehrere tausend Franken pro Jahr – oft für Funktionen, die nur teilweise genutzt werden.

Sicherheitsvorfälle bei Herstellern. Anfang Februar 2024 machte AnyDesk öffentlich, dass Angreifer in seine Produktionssysteme eingedrungen waren. Das Unternehmen widerrief seine Code-Signing-Zertifikate, setzte die Passwörter des Webportals zurück und gab an, keine Hinweise auf betroffene Endgeräte gefunden zu haben. Im Juni 2024 meldete TeamViewer einen Einbruch in seine interne Unternehmens-IT, den es der Gruppe APT29 (Midnight Blizzard) zuschrieb; laut TeamViewer blieben Produktumgebung und Kundendaten unberührt. Beide Hersteller haben offen kommuniziert – die Fälle zeigen aber, dass ein Fernwartungsanbieter ein attraktives Ziel ist und Teil Ihrer Lieferkette wird.

Wildwuchs. Im KMU-Alltag laufen oft drei, vier Tools parallel: TeamViewer vom alten IT-Partner, AnyDesk vom Branchensoftware-Anbieter, Quick Assist für den Notfall. Jedes davon ist ein zusätzlicher Zugang ins Netz, den niemand zentral überblickt – ein klassischer Fall von fehlendem Zero-Trust-Denken. Eine Konsolidierung auf ein bewusst gewähltes Fernwartungstool spart deshalb nicht nur Lizenzkosten, sondern schliesst auch Lücken.

Was eine Fernwartungssoftware im KMU können muss

Bevor Sie Produkte vergleichen, lohnt sich eine kurze Anforderungsliste. Diese Punkte entscheiden in der Praxis über Sicherheit und Alltagstauglichkeit:

  • Begleiteter und unbeaufsichtigter Zugriff: Spontane Hilfe mit Zustimmung der Person am Gerät und – nur wo nötig – Zugriff auf Server ohne anwesende Person.
  • Starke Anmeldung: Pflicht-MFA für alle Technikerkonten, idealerweise Single Sign-On über Entra ID, Google oder einen anderen Identity Provider.
  • Rollen und Rechte: Wer darf welche Geräte sehen, wer nur zuschauen, wer mit Adminrechten arbeiten? Ohne Rollenmodell hat jeder Techniker Zugriff auf alles.
  • Protokollierung und optional Sitzungsaufzeichnung: Wer hat wann auf welches Gerät zugegriffen – exportierbar ins Monitoring oder SIEM.
  • Zugriffskontrolle: Erlaubte Gegenstellen (Allow-Lists), Bestätigungsdialog am Gerät, automatische Trennung bei Inaktivität.
  • Datenstandort und Betriebsmodell: Hersteller-Cloud, eigener Server (Self-Hosting) oder On-Premises-Appliance.
  • Plattformen: Windows, macOS, Linux, iOS und Android – inklusive Erhöhung der Rechte (UAC) auf Windows.
  • Integration: Anbindung an Ticketsystem, MDM oder RMM, damit Sitzungen einem Ticket und einem Gerät zugeordnet sind.

TeamViewer-Alternativen im Vergleich

ToolModell & KostenBetriebSicherheitPasst für
TeamViewerAbo nach Nutzern und Kanälen, Einzelplatz ab rund 25 USD/MonatHersteller-CloudMFA, Richtlinien, Logging; SSO in höheren PlänenBestehende Installationen mit breitem Funktionsbedarf
AnyDeskAbo (Solo bis Ultimate), Einstieg ab rund 30–40 USD/MonatCloud oder On-Premises-Appliance (Ultimate)2FA, Zugriffslisten, eigene Custom-ClientsGemischte Umgebungen, schlanke Clients
RustDeskOpen Source (AGPL) gratis; Server Pro ab rund 12 USD/MonatSelf-Hosting, z.B. im Schweizer RechenzentrumPro: 2FA, OIDC/SSO, LDAP, Audit-Log, ZugriffskontrolleDatensouveränität, technisch versierte Teams und MSPs
SplashtopAbo pro Nutzer oder pro gleichzeitigem TechnikerCloud; On-Prem in Enterprise-PlänenMFA, Logging, SSO in höheren PlänenPreisbewusste Support-Teams
Microsoft Quick AssistIn Windows 10/11 kostenlosMicrosoft-CloudNur begleitet, kaum zentrale KontrolleGelegentliche Hilfe – nicht als Firmenstandard
Intune Remote HelpLizenz für Helfer und Unterstützte; in M365 E3/E5 enthalten, sonst Add-onMicrosoft-Cloud, Entra-ID-AnmeldungRollen, Conditional Access/MFA, Audit-Log, UAC-ElevationMicrosoft-365-KMU mit Intune
ConnectWise ScreenConnectLizenz pro TechnikerCloud oder On-PremisesUmfangreiche Rechte und Logs; On-Prem muss selbst gepatcht werdenIT-Dienstleister und grössere IT-Teams
RMM-integriert (z.B. NinjaOne)Teil der RMM-Plattform, Preis auf AnfrageHersteller-CloudSitzungsaufzeichnung, Zuordnung zu Gerät und TicketKMU mit Managed-IT-Vertrag

Preise: Listenpreise der Hersteller in USD bei jährlicher Abrechnung, Stand Oktober 2026. Sie variieren je nach Region, Aktion und Nutzerzahl – bitte aktuelle Preise beim Anbieter prüfen.

RustDesk ist die meistgesuchte Open-Source-Alternative. Der Reiz: Sie betreiben den Verbindungsserver selbst, etwa auf einer VM in einem Schweizer Rechenzentrum, und kein Dritter vermittelt Ihre Sitzungen. Die kostenlose Community-Version reicht für Tests; für den Firmeneinsatz ist RustDesk Server Pro sinnvoll, weil erst dort Zwei-Faktor-Anmeldung, SSO, Audit-Log und eine Webkonsole mit Rechteverwaltung dazukommen. Der Preis dafür: Sie sind für Betrieb, Updates und Backups des Servers selbst verantwortlich.

AnyDesk und Splashtop sind die naheliegenden kommerziellen Alternativen mit ähnlichem Bedienkonzept wie TeamViewer. AnyDesk bietet im Ultimate-Plan zusätzlich eine On-Premises-Appliance, mit der Sitzungen über einen eigenen Server laufen. Splashtop trennt Fernzugriff auf eigene Geräte und Support-Lizenzen pro gleichzeitigem Techniker, was für kleine Support-Teams günstig sein kann.

Intune Remote Help ist die Antwort von Microsoft für Unternehmen. Helfer und unterstützte Person melden sich mit ihrem Firmenkonto an, Rechte steuern Sie über Rollen, MFA über Conditional Access, und jede Sitzung landet im Audit-Log. Seit Sommer 2026 ist Remote Help in Microsoft 365 E3 und E5 enthalten; in Business Premium braucht es weiterhin ein Add-on. Welche Lizenz welche Intune-Funktionen umfasst, zeigt unser Microsoft-365-Lizenzvergleich; die Grundlagen der Geräteverwaltung erklärt der Ratgeber zu Microsoft Intune für KMU.

Fernwartung als Einfallstor: Die Sicherheitsrisiken

Fernwartungssoftware ist ein Werkzeug mit Generalschlüssel – und genau deshalb bei Angreifern beliebt. Drei Muster sehen wir immer wieder:

Social Engineering per Telefon. Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) warnt seit Jahren vor falschem technischem Support: Ein Pop-up meldet einen angeblichen Virenbefall und nennt eine Schweizer Telefonnummer, am Telefon lässt der «Support» dann AnyDesk, TeamViewer oder ein ähnliches Tool installieren. Im Firmenumfeld beobachtete Microsoft 2024 eine Ransomware-Gruppe, die Postfächer zuerst mit Spam flutete und dann als «interne IT» anrief, um über Quick Assist Zugriff zu erhalten. Gegen diese Masche helfen Schulung und klare Regeln, wie sie unser Ratgeber zu Phishing-Schutz und zu Deepfake- und CEO-Fraud beschreibt.

Schwachstellen in selbst betriebenen Servern. Im Februar 2024 wurde eine kritische Lücke in ConnectWise ScreenConnect (CVE-2024-1709) innert Tagen massenhaft ausgenutzt, unter anderem von Ransomware-Gruppen. Wer einen Fernwartungsserver selbst betreibt – ob ScreenConnect, RustDesk oder eine Appliance –, muss ihn so konsequent patchen wie die Firewall.

Gestohlene Zugangsdaten. Ein Technikerkonto ohne MFA mit dauerhaftem Zugriff auf alle Geräte ist für Angreifer das Ideal. Fernzugänge gehören deshalb in jede Ransomware-Schutzstrategie.

1

MFA für jedes Technikerkonto

Ohne zweiten Faktor genügt ein abgefangenes Passwort für den Vollzugriff. Phishing-resistente Methoden wie Passkeys oder FIDO2-Schlüssel sind die beste Wahl.

Mehr dazu im Ratgeber zu MFA & 2FA für KMU.
2

Unbeaufsichtigten Zugriff minimieren

Dauerhaft offene Zugänge nur für Server und Geräte, bei denen es wirklich nötig ist – mit eigenem Kennwort, Bestätigung oder zeitlicher Begrenzung. Auf Arbeitsplätzen genügt meist der begleitete Zugriff.

Konkret: Liste aller Geräte mit unbeaufsichtigtem Zugriff führen.
3

Rollen und minimale Rechte

Nicht jeder Techniker braucht Adminrechte auf jedem Gerät. Rollen trennen Lesezugriff, Support und Administration – wie beim Privileged Access Management.

Konkret: Rollenmodell im Tool abbilden, Adminrechte nur bei Bedarf.
4

Nicht genutzte Tools blockieren

Microsoft empfiehlt, Quick Assist und andere nicht verwendete Fernwartungstools zu sperren oder zu deinstallieren. Per Intune, AppLocker oder EDR lässt sich durchsetzen, dass nur das freigegebene Tool läuft.

Konkret: Freigabeliste für genau ein Fernwartungstool definieren.
5

Protokollieren und auswerten

Sitzungsprotokolle gehören ins zentrale Monitoring: Zugriffe zu ungewöhnlichen Zeiten oder auf ungewöhnliche Geräte sind ein Frühwarnsignal.

Konkret: Logs an Monitoring oder SIEM anbinden.
6

Rückruf-Regel für Support-Anfragen

Mitarbeitende geben nie Fernzugriff auf Zuruf. Die interne IT oder der IT-Partner meldet sich nur über bekannte Kanäle; im Zweifel wird über die bekannte Nummer zurückgerufen.

Konkret: Regel schriftlich festhalten und im Awareness-Training üben.

Die Details zu starker Anmeldung finden Sie im Ratgeber MFA & 2FA für KMU, zu Adminkonten im Beitrag über Privileged Access Management und zur Auswertung von Logs im Leitfaden IT-Monitoring für KMU. Für den Zugriff auf ganze Netze statt einzelner Bildschirme ist ein VPN oder ZTNA das passendere Werkzeug.

Fernwartung und revDSG: Was KMU regeln müssen

Während einer Fernwartung sieht der Techniker, was auf dem Bildschirm ist: E-Mails, Kundendaten, Lohnlisten. Datenschutzrechtlich ist das eine Bearbeitung von Personendaten – auch wenn es «nur» um den Drucker geht. Diese Punkte sollten geregelt sein:

  • Auftragsbearbeitung: Mit dem IT-Dienstleister und, je nach Modell, mit dem Tool-Anbieter braucht es einen Vertrag, der Zweck, Sicherheit und Unterauftragnehmer regelt (Art. 9 DSG).
  • Datenstandort: Laufen Sitzungen über Server im Ausland, ist das eine Bekanntgabe ins Ausland. Klären Sie, wo vermittelt und wo protokolliert wird – oder hosten Sie selbst.
  • Zustimmung und Transparenz: Begleitete Sitzungen nur mit sichtbarer Bestätigung am Gerät; unbeaufsichtigte Zugriffe auf Arbeitsplätze transparent regeln.
  • Aufzeichnungen zweckgebunden: Sitzungsaufzeichnungen dienen der Nachvollziehbarkeit, nicht der Überwachung von Mitarbeitenden – Verhaltensüberwachung am Arbeitsplatz ist nach Art. 26 ArGV 3 unzulässig.
  • Aufbewahrung begrenzen: Logs und Aufzeichnungen nur so lange speichern, wie es für Sicherheit und Nachweis nötig ist.

Die vollständige Liste der Pflichten finden Sie in unserer revDSG-Checkliste für KMU.

Welche Fernwartung passt zu welchem KMU?

1

1–10 Mitarbeitende ohne eigene IT

Hier lohnt sich keine eigene Fernwartungsinfrastruktur. Am sinnvollsten ist es, wenn der IT-Partner sein Tool mitbringt, die Lizenz trägt und den Zugriff protokolliert. Eigene Lizenzen nur, wenn jemand intern regelmässig hilft.

Empfehlung: Fernwartung über den Managed-IT-Partner.
2

10–50 Mitarbeitende mit Microsoft 365

Sind die Geräte in Intune, ist Remote Help die sauberste Lösung: Anmeldung über Entra ID, MFA, Rollen und Audit-Log ohne weiteres Benutzerkonto. Für Macs, Server oder Lieferanten-Zugriffe ergänzt ein zweites Tool wie Splashtop oder AnyDesk.

Empfehlung: Remote Help plus ein klar geregeltes Zweittool.
3

50+ Mitarbeitende oder mehrere Standorte

Ab dieser Grösse zählt die Integration: Sitzungen sollen Tickets und Geräten zugeordnet sein, Rechte über Rollen laufen und Logs zentral ausgewertet werden. RMM-integrierte Fernwartung oder eine Enterprise-Lösung mit SSO ist hier die Regel.

Empfehlung: RMM- oder Enterprise-Lösung mit SSO und Logging.
4

Hohe Anforderungen an Datensouveränität

Wer keine Sitzungen über Hersteller-Server vermitteln lassen will, etwa in Treuhand, Gesundheit oder Industrie, hostet selbst: RustDesk Server Pro oder eine On-Premises-Appliance. Voraussetzung ist, dass Betrieb und Patching professionell organisiert sind.

Empfehlung: Self-Hosting mit klarem Betriebs- und Patchkonzept.

Fernwartung im Managed-IT-Vertrag

Für die meisten KMU ist die beste TeamViewer-Alternative gar keine eigene Lizenz, sondern ein Partner, der Fernwartung als Teil des Service liefert. Im Rahmen von Managed IT funktioniert das typischerweise so: Der Agent wird zentral auf allen Geräten ausgerollt, jede Sitzung startet aus einem Ticket, Mitarbeitende bestätigen begleitete Zugriffe am Bildschirm, und alle Zugriffe sind protokolliert. Lizenz, Updates und Härtung des Tools liegen beim Partner – und sind im monatlichen Pauschalpreis enthalten.

Wichtig ist dabei Transparenz: Fragen Sie Ihren IT-Dienstleister, welches Tool er einsetzt, wo die Daten laufen, ob MFA Pflicht ist und wie lange Protokolle aufbewahrt werden. Wie ein gutes Ticketsystem den Support organisiert, zeigt der Ratgeber zu Helpdesk & Ticketing; was ein Managed-IT-Vertrag sonst noch umfassen sollte, erklärt unser Managed-IT-Leitfaden. Für Unternehmen in der Region bieten wir zusätzlich Vor-Ort-Einsätze, etwa über unseren IT-Support im Aargau oder den IT-Support in Zürich.

In 5 Schritten zur neuen Fernwartung

1

Bestand erheben

Welche Fernwartungstools sind wo installiert, wer nutzt sie, welche Lizenzen laufen? Ein Software-Inventar über MDM oder RMM liefert die Liste in Minuten.

Ergebnis: vollständige Übersicht über Tools, Lizenzen und Zugänge.
2

Verträge prüfen

Abonnements verlängern sich oft automatisch. Prüfen Sie Laufzeit und Kündigungsfrist der bestehenden Lizenz, bevor Sie umsteigen – sonst bezahlen Sie ein Jahr doppelt.

Ergebnis: Kündigungstermin im Kalender.
3

Tool wählen und härten

Anhand der Anforderungsliste ein Haupttool festlegen, MFA, Rollen, Allow-Lists und Logging konfigurieren, bevor das erste Gerät angebunden wird.

Ergebnis: gehärtete Konfiguration statt Standardeinstellungen.
4

Pilot und Rollout

Mit einer kleinen Gruppe starten, dann den Client zentral per Intune oder RMM verteilen. Mitarbeitende kurz informieren, woran sie echte Support-Anfragen erkennen.

Ergebnis: einheitlicher Client auf allen Geräten.
5

Altlasten entfernen

Alte Clients deinstallieren und per Richtlinie blockieren, damit keine Schattenzugänge bleiben. Lieferanten-Zugriffe neu und dokumentiert vergeben.

Ergebnis: genau ein freigegebener Weg für Fernwartung.

Fazit: Weniger Tools, mehr Kontrolle

Gute TeamViewer-Alternativen gibt es 2026 für jedes KMU: Remote Help für Microsoft-365-Umgebungen, RustDesk für Datensouveränität, AnyDesk und Splashtop als vielseitige kommerzielle Lösungen, RMM-integrierte Fernwartung für betreute Umgebungen. Das Produkt ist dabei die kleinere Entscheidung.

Entscheidend ist, dass Fernwartung als das behandelt wird, was sie ist: ein privilegierter Zugang ins Unternehmen. Ein einziges freigegebenes Tool, Pflicht-MFA, Rollen, Protokollierung, revDSG-konforme Verträge und eine klare Rückruf-Regel für Mitarbeitende – damit sparen Sie Lizenzkosten und schliessen eines der häufigsten Einfallstore.

Fernwartung sicher aufstellen

Wir erheben Ihre bestehenden Fernzugänge, wählen das passende Tool, härten es mit MFA, Rollen und Logging und übernehmen den Support auf Wunsch gleich mit – remote und vor Ort.

Beratung anfragen

FAQ

Häufige Fragen zur TeamViewer-Alternative und Fernwartung

Was ist die beste TeamViewer-Alternative für KMU?

Eine pauschal beste TeamViewer-Alternative gibt es nicht. Für KMU mit Microsoft 365 und Intune ist Intune Remote Help naheliegend, weil Anmeldung, MFA und Protokollierung über Entra ID laufen. Wer die Daten selbst hosten will, wählt RustDesk Server Pro. Für gemischte Umgebungen mit Mac, Windows und Mobilgeräten sind AnyDesk oder Splashtop solide. Betreut ein Managed-IT-Partner Ihre Geräte, ist die Fernwartung meist bereits in dessen Werkzeugkasten enthalten.

Ist RustDesk für Unternehmen sicher?

RustDesk kann für Unternehmen sicher betrieben werden, wenn es selbst gehostet und gehärtet wird. Die Open-Source-Version mit eigenem Server hält die Verbindungsdaten im eigenen Netz. Für den Firmeneinsatz empfiehlt sich RustDesk Server Pro, weil erst diese Version Zwei-Faktor-Anmeldung, SSO über OIDC, LDAP, Zugriffskontrolle und ein Audit-Log mitbringt. Entscheidend sind zudem zeitnahe Updates des Servers und klare Regeln für unbeaufsichtigte Zugriffe.

Was kostet eine Fernwartungssoftware für ein KMU?

Die Spannweite ist gross. Microsoft Quick Assist ist in Windows kostenlos, aber kaum zentral steuerbar. Kommerzielle Tools wie TeamViewer oder AnyDesk starten für Einzelnutzer bei rund 25 bis 40 USD pro Monat bei jährlicher Abrechnung, Team-Pläne liegen deutlich höher. RustDesk Server Pro für das Self-Hosting beginnt bei rund 12 USD pro Monat. Stand Oktober 2026 – Preise variieren nach Region und sollten beim Anbieter geprüft werden.

Darf man TeamViewer kostenlos in der Firma nutzen?

Nein. Die kostenlose Version von TeamViewer ist ausschliesslich für die private Nutzung gedacht. Wer damit Firmengeräte betreut, Kundinnen und Kunden hilft oder anderweitig geschäftlich arbeitet, braucht eine kostenpflichtige Lizenz. Erkennt TeamViewer eine mutmasslich kommerzielle Nutzung, werden Sitzungen eingeschränkt. Für KMU lohnt sich deshalb ein bewusster Vergleich der TeamViewer-Lizenz mit Alternativen, statt mit der Gratisversion ein Lizenzrisiko einzugehen.

Ist Fernwartung mit dem revDSG vereinbar?

Ja, wenn sie sauber geregelt ist. Was während einer Fernwartung auf dem Bildschirm sichtbar ist, enthält fast immer Personendaten. Nötig sind deshalb ein Auftragsbearbeitungsvertrag mit dem Tool-Anbieter und dem IT-Dienstleister, Transparenz über den Datenstandort, Zugriffe nur mit Zustimmung oder klarer Regelung sowie eine zweckgebundene, befristete Protokollierung. Sitzungsaufzeichnungen dürfen nicht zur Verhaltensüberwachung von Mitarbeitenden dienen.

Gian Marco Ma – CTO & Mitgründer von GIAR Digital GmbH

Über den Autor

Gian Marco Ma

CTO & Mitgründer, GIAR Digital GmbH

Gian Marco verantwortet bei GIAR Digital die technische Umsetzung – von IT-Infrastruktur und Microsoft 365 über individuelle Softwareentwicklung bis zur KI-Automatisierung für Schweizer KMU.

Veröffentlicht am

GIAR Digital GmbH

Passende Leistung: Managed IT & Security

Dieser Beitrag stammt von GIAR Digital, Ihrem IT-Partner für Schweizer KMU aus dem Kanton Aargau. Was wir hier beschreiben, setzen wir auch konkret um – am direktesten passt dazu unsere Leistung Managed IT & Security.

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