Kurz zusammengefasst
n8n und Make sind die zwei führenden Automatisierungstools für Schweizer KMU – die Wahl hängt von Ihren Prioritäten ab. n8n ist Open Source und selbst-hostbar (Serverkosten ca. CHF 15–30/Monat, keine Volumen-Limits, über 400 Integrationen) und damit ideal für Datenschutz nach DSG/DSGVO und komplexe Workflows. Make ist eine Cloud-Plattform mit besonders intuitiver Oberfläche, kostenlosem Einstieg (1'000 Operationen/Monat) und Plänen ab ca. CHF 10/Monat – perfekt für einen schnellen Start ohne IT-Aufwand.
Repetitive Aufgaben fressen Zeit – und Zeit ist in einem KMU besonders kostbar. Formulare manuell weiterleiten, Bestellungen in Tabellenkalkulationen erfassen, Kundendaten zwischen Systemen kopieren: Solche Tätigkeiten lassen sich heute mit Workflow-Automatisierungstools in Minuten automatisieren. Die zwei bekanntesten Vertreter sind n8n und Make (ehemals Integromat). Beide ermöglichen es, verschiedenste Apps und Dienste miteinander zu verknüpfen – ohne Programmierkenntnis. Doch welches Tool passt besser zu einem Schweizer KMU? Wir haben beide im Praxiseinsatz verglichen.
Was ist n8n?
n8n ist ein quelloffenes Tool zur Workflow-Automatisierung, das Sie selbst hosten und dadurch vollständig kontrollieren – die ideale Wahl für datenschutzbewusste Schweizer KMU. Das 2019 gegründete Werkzeug (ausgesprochen "n-eight-n" oder "nodemation") läuft auf Ihrem eigenen Server oder in einer privaten Cloud, sodass Ihre Daten die Infrastruktur nie verlassen und DSGVO- sowie DSG-konforme Betriebe auf der sicheren Seite sind. Beim selbst-gehosteten Betrieb gibt es keine Limits auf Workflows, Ausführungen oder Datenmenge; Sie zahlen lediglich für den Server. Entwicklerfreundliche Funktionen wie Code-Nodes für JavaScript und Python, HTTP-Request-Nodes und eine robuste API machen n8n zur ersten Wahl für komplexe, massgeschneiderte Automatisierungen. Über 400 Integrationen – von HubSpot über Slack bis PostgreSQL – decken gängige Anwendungsfälle ab, und die Bibliothek wächst dank einer aktiven Open-Source-Community stetig weiter. Konkret bedeutet das: Statt volumenabhängiger Gebühren fallen nur die überschaubaren Serverkosten von rund CHF 15–30 pro Monat an, was n8n bei hohem Automatisierungsvolumen langfristig günstig macht.
Die wichtigsten Eigenschaften von n8n
n8n (ausgesprochen "n-eight-n" oder "nodemation") ist ein Open-Source-Tool zur Workflow-Automatisierung. Es wurde 2019 gegründet und hat sich dank seines selbst-hostbaren Ansatzes in technisch versierten Teams einen starken Ruf erarbeitet. Die wichtigsten Eigenschaften:
- Open Source & selbst-hostbar: Sie können n8n auf Ihrem eigenen Server oder in einer privaten Cloud betreiben. Die Daten verlassen Ihre Infrastruktur nie – ideal für DSGVO- und DSG-konforme Betriebe in der Schweiz.
- Unbegrenzte Workflows: Bei selbst-gehostetem n8n gibt es keine Limits auf Workflows, Ausführungen oder Datenmenge – Sie zahlen nur für den Server.
- Developer-friendly: Code-Nodes (JavaScript/Python), HTTP-Request-Nodes und eine robuste API machen n8n zur ersten Wahl für komplexe, massgeschneiderte Workflows.
- Über 400 Integrationen: Von HubSpot über Slack bis zu PostgreSQL – die Bibliothek wächst stetig dank aktiver Open-Source-Community.
Was ist Make (ehemals Integromat)?
Make ist eine reine Cloud-Automatisierungsplattform, die sich mit einer aussergewöhnlich intuitiven, visuellen Oberfläche gezielt an Nicht-Techniker richtet – der schnellste Weg zur Automatisierung ohne eigenes IT-Team. Die Plattform startete 2012 unter dem Namen Integromat und wurde 2022 in Make umbenannt. Ihr Herzstück ist ein visueller Szenario-Builder, in dem Sie Workflows als grafische Flussdiagramme aufbauen und einzelne Module per Drag-and-drop verbinden – für viele KMU-Mitarbeitende sofort verständlich. Das SaaS-Pricing richtet sich nach Operationen: Ein kostenloser Plan deckt 1'000 Operationen pro Monat ab, günstige Einstiegspläne beginnen bei rund CHF 10 pro Monat, bei wachsendem Volumen steigen die Kosten jedoch schnell an. Mit über 1'500 App-Verbindungen bietet Make die grösste vorgefertigte Integrationsbibliothek und lässt sich mit nahezu jeder bekannten Business-App koppeln. Damit können Neueinsteiger erste Workflows völlig kostenlos testen, bevor sie auf einen kostenpflichtigen Plan wechseln. Die wichtigsten Merkmale im Überblick:
- Visueller Szenario-Builder: Szenarien werden als grafische Flussdiagramme aufgebaut – Module verbinden Sie per Drag-and-drop. Für viele KMU-Mitarbeitende sofort verständlich.
- SaaS-Pricing nach Operationen: Make bietet einen kostenlosen Plan (1'000 Operationen/Monat) sowie günstige Einstiegspläne ab ca. CHF 10/Monat. Bei wachsendem Volumen steigen die Kosten jedoch schnell an.
- Über 1'500 App-Verbindungen: Make bietet die grösste vorgefertigte Integrationsbibliothek und lässt sich mit nahezu jeder bekannten Business-App verbinden.
Vergleich: n8n vs. Make
Im direkten Vergleich liegt n8n bei Kosten, Datenschutz und Flexibilität vorn, während Make bei Benutzerfreundlichkeit und vorgefertigten Integrationen führt – welches Tool besser passt, hängt somit von Ihren Prioritäten ab. Bei den Kosten ist selbst-gehostetes n8n langfristig günstiger (Serverkosten von rund CHF 15–30 pro Monat, keine Volumen-Limits), während Make im Einstieg günstiger ist, bei hohem Volumen aber teuer wird. Punkto Datenschutz hält n8n die Daten vollständig On-Premise und damit optimal für DSG und DSGVO, während Make sie auf US-Servern speichert und bei sensiblen Kundendaten eine sorgfältige Prüfung verlangt. Make ist zudem deutlich benutzerfreundlicher und ohne IT-Kenntnisse nutzbar, während n8n technisches Grundverständnis erfordert, dafür aber bei komplexen, verzweigten Workflows mit Custom-Code klar im Vorteil ist. Bei den Integrationen bietet Make mit über 1'500 Konnektoren die grössere vorgefertigte Auswahl, während n8n über den HTTP-Request-Node theoretisch unbegrenzt anbindet.
Die wichtigsten Kriterien im Überblick
Die folgende Gegenüberstellung zeigt die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick:
- Kosten: n8n ist bei selbst-gehostetem Betrieb langfristig günstiger (Serverkosten ~CHF 15–30/Monat, keine Volumen-Limits). Make ist im Einstieg günstiger, wird aber bei hohem Volumen teuer.
- Datenschutz: n8n (self-hosted) hält Daten vollständig On-Premise – optimal für DSG/DSGVO. Make speichert Daten auf US-Servern; dies erfordert eine sorgfältige Prüfung bei sensiblen Kundendaten.
- Einstiegshürde: Make ist deutlich benutzerfreundlicher und auch ohne IT-Kenntnisse nutzbar. n8n erfordert ein technisches Grundverständnis für Setup und komplexere Workflows.
- Flexibilität: n8n ist bei komplexen, verzweigten Workflows mit Custom-Code klar im Vorteil. Make eignet sich besser für lineare, standardisierte Automatisierungen.
- Integrationen: Make hat mehr vorgefertigte Konnektoren (1'500+). n8n bietet mit HTTP-Request-Node theoretisch unbegrenzte Integrationen – erfordert aber mehr Einrichtungsaufwand.
Wann empfehlen wir welches Tool?
Es gibt keine universell "bessere" Wahl – entscheidend sind Ihre Datensensibilität, Ihr Volumen und Ihre IT-Ressourcen. Wir empfehlen n8n, wenn Sie mit sensiblen Kunden- oder Gesundheitsdaten arbeiten, die Ihre Infrastruktur nicht verlassen dürfen, wenn Sie grosse Datenmengen oder sehr viele Workflow-Ausführungen pro Monat verarbeiten oder wenn ein technisches Team beziehungsweise ein IT-Partner wie GIAR Digital die Lösung betreut. Make ist die richtige Wahl, wenn Sie schnell und ohne IT-Aufwand starten wollen – etwa um Google Sheets, Gmail und Slack zu vernetzen –, wenn Sie nur wenige, einfache Workflows mit geringem Volumen benötigen oder wenn kein dediziertes IT-Know-how im Team vorhanden ist und keine eigene Serverinfrastruktur betrieben werden soll. Kurz gesagt: Make punktet beim schnellen, unkomplizierten Einstieg, n8n bei Datenschutz, Skalierung und komplexen Automatisierungen. Die Lernkurve fällt bei Make somit flacher aus, während n8n für Einrichtung und Betrieb technisches Grundverständnis voraussetzt – idealerweise begleitet von einem erfahrenen IT-Partner.
Wann n8n die richtige Wahl ist
Wir empfehlen n8n, wenn:
- Sie mit sensiblen Kunden- oder Gesundheitsdaten arbeiten und diese die Infrastruktur nicht verlassen dürfen.
- Sie grosse Datenmengen oder sehr viele Workflow-Ausführungen pro Monat verarbeiten.
- Ein technisches Team oder ein IT-Partner wie GIAR Digital die Lösung betreut.
Wann Make die richtige Wahl ist
Wir empfehlen Make, wenn:
- Sie schnell und ohne IT-Aufwand starten wollen – zum Beispiel zur Vernetzung von Google Sheets, Gmail und Slack.
- Sie nur wenige, einfache Workflows mit geringem Volumen benötigen.
- Kein dediziertes IT-Know-how im Team vorhanden ist und keine Serverinfrastruktur betrieben werden soll.
Fazit
Beide Tools sind ausgezeichnet – sie adressieren nur unterschiedliche Bedürfnisse. Make ist der unkompliziertere Einstieg für KMU ohne IT-Ressourcen. n8n ist die mächtigere, datenschutzfreundlichere Langfrist-Lösung für Unternehmen mit Wachstumsambitionen und Sicherheitsanforderungen. In unserer Praxis setzen wir für komplexe Digitalisierungsprojekte bevorzugt auf n8n – eben weil die Datensouveränität für Schweizer Unternehmen immer wichtiger wird.
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